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Schlicht, aber ergreifend – so schützen wir uns und andere vor Ansteckung!

Christoph Berger (berger) on 27.02.2020

, zuletzt modifiziert von Sonja Reinhold am 06.03.2020 um 07:47

„Husten-Nies-Etikette“ - Ja, der alte Spruch „Beim Niesen – Hand vor’n Mund“ ist zwar „gut gemeint“, aber das ist bekanntlich die kleine Schwester/der kleine Bruder von „schlecht gemacht“!

Besser wäre der Tipp, in den Ärmel oder die Ellenbeuge zu niesen oder zu husten.
Warum? Viele Erkrankungen wie z.B. das Grippevirus oder auch das neuartige Coronavirus werden über die Sekrete des Nasen-Rachen-Raumes übertragen, damit sind die Hände, wenn sie mit diesen Flüssigkeiten oder Tröpfchen verschmutzt sind, ein Übertragungsweg!


In den Ellenbogen niesen oder husten – das versteht man unter „Husten-Nies-Etikette“!
Auch die Papiertaschentücher sollten nach einmaligem Gebrauch entsorgt werden. Danach sollte man seine Hände waschen, und zwar gründlich!
Überhaupt spielt die Händehygiene eine wichtige Rolle! Es ist eine einfache Maßnahme, die aber ziemlich wirkungsvoll ist: Gründliches Händewaschen senkt die Zahl der Keime auf ein Tausendstel und unterbricht so den Infektionsweg vieler Erkrankungen – wenn man es richtigmacht!

 

Die Hände sollten mit Seife für mindestens 20 Sekunden eingeseift werden. Das ist ungefähr so lange, wie es dauert, zweimal „Happy Birthday“ zu singen! Dabei sollte keine Hautfläche vergessen werden! Achtung - oft kriegt der Daumen nichts ab!
Anschließend werden die Hände abgespült und abgetrocknet. Auch das Trocknen ist wichtig, denn in der Feuchtigkeit fühlen Krankheitserreger wohl, bei Trockenheit eher nicht!

 

So viel zum „wie“, jetzt zum „wann“:
Immer nach…

  • dem nach Hause kommen
  • dem Besuch der Toilette
  • dem Wechseln von Windeln oder wenn Sie Ihrem Kind nach dem Toilettengang bei der Reinigung geholfen haben
  • dem Naseputzen, Husten oder Niesen
  • dem Kontakt mit Abfällen
  • dem Kontakt mit Tieren, Tierfutter oder tierischem Abfall

 

Immer vor…

  • den Mahlzeiten
  • dem Hantieren mit Medikamenten oder Kosmetika

 

Immer vor und nach…

  • der Zubereitung von Speisen sowie öfter zwischendurch, besonders wenn Sie rohes Fleisch verarbeitet haben
  • dem Kontakt mit Kranken
  • der Behandlung von Wunden


Händedesinfektion macht Sinn bei erhöhter Infektionsgefahr, ist aber eine zusätzliche Hygienemaßnahme und ersetzt nicht das gründliche Waschen der Hände!
Sinnvoll wäre also eine Desinfektion der Hände nach dem Toilettengang und vor dem Essen, aber nach dem Händewaschen!
Wir schützen uns auch, wenn wir es vermeiden, mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Das kann natürlich schwierig sein, denn oft ist man sich dessen gar nicht bewusst. Wir haben es uns angewöhnt.

 

Dicke Luft im Klassenraum? – Fenster auf!
Regelmäßiges Lüften, also das ganze Fenster für fünf Minuten öffnen, „Stoßlüften“ genannt, und die Ansteckungsgefahr wird gemindert! Jawohl, auch wenn‘s dann mal ein bisschen frisch wird, denn Lüften vermindert die Keimzahl im Raum und verbessert allgemein das Raumklima, was wiederum zu einer geringeren Anfälligkeit unserer Schleimhäute für Atemwegserkrankungen, also z.B. Grippe oder Infektion mit Coronaviren führt.

 

Mit diesen einfachen Maßnahmen macht man es verschiedenen Infektionen schwer, sich weiter auszubreiten. Zugegeben, Worte wie „ Händehygiene“ und „Husten-Nies-Etikette“ hören sich, angesichts der Meldungen zum aktuellen Verlauf der Coronaerkrankung sehr einfach und banal an, sind aber nach wissenschaftlicher Sicht hochwirksam!
 

Aktuelle Informationen zur Infektionslage im Kreis Borken erhalten Sie auf der Internetseite  https://kreis-borken.de/de/newspublic/coronavirus/. Hier finden Sie auch Antworten auf häufig gestellten Fragen sowie weitere Informationen zum Thema Coronavirus.


 

Bleibt gesund!

 

 

www.rki.de

 

www.infektionsschutz.de

 

 

 

 

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