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Aktuelle Nachrichten

"FSL on Tour" - Kulturtage 2018

Christoph Berger (berger) on 05.07.2018

Sportabitur meets Kultur - Exkursion der Jahrgangsstufe FSL 12 vom 08. bis 10.06.2018 nach Heidelberg

 

Morgens um 10 Uhr ging es in Essen los. Diesmal hatte die Bahn keine Verspätung … allerdings gab es doch eine Überraschung: Unser Wagon war natürlich nicht dort, wo er sein sollte! Nichtsdestotrotz hatten wir dann endlich unsere Plätze eingenommen und eine noch angenehme Anreise nach Heidelberg.
 

Mit guter Laune kamen wir in Heidelberg am Hauptbahnhof an. Heidelberg begrüßte uns mit dem allerbesten Wetter, so dass wir uns entschieden, nach dem Einchecken im Hostel schnellstens ins Tiergartenfreibad zu gehen und abzutauchen. Während die Einen sich beim Beachvolleyball austobten, suchten die Anderen den Nervenkitzel beim Sprung vom 10-Meter-Turm … beispielsweise durch einen eleganten Vorwärtssalto vom Sprungturm oder aber durch einen Ritt auf der wilden Wellenrutsche.
Nach der Abkühlung ging es dann vom Hostel aus zum Bismarckplatz, von dem aus wir in alle Richtungen ausschwärmten, um die Stadt zu erkunden und den Abend gemütlich ausklingen zu lassen.


Das Dröhnen der Wecker am frühen Morgen zwang uns viel zu früh zum Frühstücksbuffet des Hostels. Dort gab es alles, was das Herz begehrte: Frische Brötchen, Saft, Kaffee, Marmelade und Aufschnitt. Gut gestärkt ging es zum Frühsport. Einige von uns erkundeten dann die überwältigende Büchersammlung der Unibibliothek in der Altstadt, die von A-Z alles zu bieten hatte. Dabei konnten wir bereits erste Erfahrungen in der Büchersuche machen: Es galt ein Buch über Lessings Miss Sara Sampson zu finden – nur über die Signatur auf dem Buchrücken. Das konnten wir erfolgreich bewältigen. Danach ging es ins Anglistische Seminar, wo wir durch Zufall eine Englischstunde mitbekamen, der wir gespannt hinter der Tür stehend horchten. Anschließend ging es zur Stärkung in die Unimensa im Marstallhof. Dort konnten wir uns für kleines Geld am großen Buffet bedienen und erfreuen. Doch hatten wir leider nicht so viel Zeit, da wir uns dann langsam auf den Rückweg ins Hostel begeben mussten, um uns für die Oper am Abend herauszuputzen.


Im Voraus wurde es uns deutlich empfohlen, uns für die Oper angemessen zu kleiden. Ausgefranste Hosen, ausgeleierte T-Shirts etc. waren also nicht gestattet. Eine aufregende Reise begann: Zuerst ging es mit der S-Bahn nach Mannheim zum Hauptbahnhof, dann erfolgte die Weiterreise zum Nationaltheater Mannheim mit der Straßenbahn, die direkt vor dem Haupteingang hielt. Ein riesiges Gebäude aus den 60er/ 70er Jahren des letzten Jahrhunderts erwartete uns dort. Die herausgeputzten FSLerInnen betraten voller Vorfreude das Foyer des Nationaltheaters. Pünktlich um 19.30 Uhr ertönte der Gong und wir durften endlich unsere Plätze einnehmen. Da wir einen verletzten Schüler bei uns hatten, der die ganze Zeit auf Krücken lief, hatte er die besondere Ehre, den Treppenlift höchstpersönlich auszuprobieren, der sonst nur älteren Herrschaften vorbehalten ist. Mit einer Mordsgeschwindigkeit raste er die Treppen hinauf – nur der Anschnallgurt konnte schlimmere Verletzungen verhindern. Die zweite und dritte Reihe war für uns reserviert, so dass wir einen hervorragenden Blick auf die Bühne hatten; der Orchestergraben war direkt unter uns. Plötzlich wurde es dunkel und die Oper „LaTraviata“ von Verdi begann. Die Oper war modern inszeniert und bot uns viele abwechslungsreiche Szenen. Sogar der italienische Text wurde auf einer Leinwand mit deutschem Untertitel projiziert, so dass man den Inhalt des Gesanges gut verstehen konnte. Ohne die vorherige inhaltliche Einweisung zur Oper hätten wir möglicherweise dem Geschehen schlechter folgen können. Diese Erfahrung blieb uns Gottseidank erspart. Die Oper endete mit einem tobenden Applaus – angeführt von einem temperamentvollen Opernliebhaber in der ersten Reihe, der lautstark „Bravo, bravissimo!“ schrie. Unter Stöhnen und Ächzen von einigen Damen - da die hochhackigen Schuhe ihren Tribut in Form von Blasen einforderten - verschwanden wir wieder auf demselben Wege, wie wir ankamen. Im Hostel angekommen genossen wir unsere individuelle Abendgestaltung.


Am Sonntag nach dem Frühstück zog es uns in die Stadt. Dort erwartete uns die Stadtrallye. Auf den Sieger wartete fette Beute: Der Erlass des Eintritts von unserem Freibadbesuch. Einige von uns, die nochmals die Unibibliothek besuchen wollten, konnten dieses danach tun. Hier konnten wir uns die Buchausstellung anschauen und Lesesaalluft schnuppern. Auch sonst war das Unibibliotheksgebäude architektonisch ein Augenschmaus: Verzierte schwere Holztüren im Eingangsbereich, die an Türen in Hogwarts erinnerten, reichlich verzierte Lampen und Marmorskulpturen von berühmten Persönlichkeiten.
Auf dem Weg zum Bismarckplatz hielten wir beim Inder in der Plöck zum Mittagessen. Auch die halbe Portion, die wir bestellt hatten, reichte völlig für uns aus.
Der Rest genoss bei dem sommerlichen Wetter die letzten Stunden in Heidelberg – unter anderem bei einem leckeren Eis.
Danach ging es leider schnurstracks zurück zum Hostel, wo wir unser Gepäck zuvor gelagert hatten und einsammelten, um dann den Zug zurück nach Essen zu erwischen.
 

Insgesamt kann man zusammenfassend sagen, dass die Fahrt ein voller Erfolg war, da die Stadt Heidelberg kulturell viel zu bieten hat und man dort viel erleben kann. Einige von uns wollen sogar dort studieren und hatten so die Möglichkeit, die Atmosphäre der Unistadt auf sich wirken zu lassen und in das Studentenleben rund um Bücher und Mensa einzutauchen.

 

Mehr zum Bildungsgang Allgemeine Hochschulreife und Freizeitsportleiter/-in gibt es hier ...

 

 

 

 

 

 

 

 

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